Doomsday - Tag der Rache


 

Produktion

Großbritannien, Deutschland, Südafrika

Regie:

Neil Marshall

Darsteller:

Rhona Mitra, Bob Hoskins, Adrian Lester ,David O'Hara, Malcolm McDowell, Caryn Peterson, Adeola Ariyo, Emma Cleasby, Christine Tomlinson, Vernon Willemse, Paul Hyett, Daniel Read

Laufzeit:

99 Min.

Freigabe:

Keine Jugendfreigabe

Tonformat:

Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Kommentar (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel:

-

Bildformat:

2,35:1 (anamorph / 16:9)

Studio:

Concorde

DVD-Erscheinungstermin:

12. November 2008

Covertext:

Ein tödliches Virus "The Reaper" genannt, hat Hunderttausende von Menschen befallen. Um eine Pandemie zu verhindern, entscheidet sich die britische Regierung, eine riesige Sperrzone einzurichten. Infizierte werden von ihren Mitmenschen isoliert, Schottland wird vom Rest der Welt abgetrennt - für immer. Gigantische Mauern und militärische Bewachung sollen verhindern, dass die zum Tode Verurteilten weitere Menschen anstecken. Keiner kommt hinein, keiner darf heraus. Wer es dennoch versucht, wird erschossen. Die Menschen bleiben ihrem Schicksal überlassen, ohne Kontakt, ohne Hilfe.

30 Jahre später scheint die Katastrophe vergessen. Zwar ist noch immer Schottland von der Welt abgeschnitten, aber niemand will wissen, was hinter den Mauern und Sicherheitsschleusen wirklich passiert. Zu den Überlebenden gibt es keinen Kontakt. Doch dann geschieht, womit niemand mehr gerechnet hat - ein neuer Fall einer Infektion, mitten im dicht besiedelten London. "The Reaper" ist wieder da. Der Schlüssel, das Virus zu bekämpfen, aber liegt in Schottland in den Händen Dr. Kanes (M. Mc Dowell), der es geschafft hat, dass nicht alle, die sich infizierten, gestorben sind. Eden Sinclair (R. Mitra) nimmt den waghalsigen Auftrag an, mit einem Elite-Team in der Sperrzone nach Dr. Kane zu suchen...

Kritik:

Nachdem uns Neil Marshall bereits mit Dog Soldiers (2002) und The Descent (2005) verwöhnt hat, greift er nun ins derzeit schwer gefragte Endzeitgenre ein. Die Erwartungshaltung war hoch, nachdem er mit „The Descent“ einen der Genrefilme ablieferte, welch ein Hochgenuss für den wahren Horrorfan ist. Doch bitte Herr Marshall, was servieren Sie uns den da? Ein Recyclingmix aus „Mad Max“, „28 Days Later“ und „Die Klapperschlage“. Von Endzeit ist in Doomsday bis auf die wenigen, aber dennoch gelungene Sets nicht viel zu spüren.

Eine Neuzeit-Amazone wie einst Alice (Milla Jovovich) in Resident Evil, wurde beauftragt einen Impfstoff für die Zivilisation aus der verseuchten Zone zu besorgen. Mit Ihr ein Haufen verwegener Experten. Keiner der Charaktere bis auf die Hauptdarstellerin Rhona Mitra können überzeugen und wirken eher blass und oberflächlich. Es mag so recht keine Sympathie mit dem Trupp aufkommen und so ist das Ableben der Gefährten auch kein bedauernswertes Unterfangen. Die erste Hälfte des Films ist ziemlich lahm und langatmig von Marshall in Szene gesetzt. Sobald sich das Team aber in der verbotenen Zone befindet, steigt der Actionanteil stetig an und die Gorehounds unter euch werden mit einige herben Shootouts und Splatterszenen überrascht. Allerdings sei an dieser Stelle erwähnt, dass die DVD gute 10 Minuten Federn lassen musste und in der ungeschnittenen Fassung richtig derbe zur Sache geht. Die Pyrotechnik hält sich in Grenzen. Stattdessen wird uns ein Mix aus Punkern und Rittern serviert, die Überlebenden der Viruskatastrophe, die fortan nach dem Leben unseres Teams trachten.

Der Soundtrack ist rockig und als gelungen zu bezeichnen, allerdings fallen bei instrumentalen Stücken zweifellos Parallelen zu John Carpenters Soundtrack aus „Die Klapperschlange“ auf. Monotone und klirrende Synthesizerklänge wummern über die Lautsprecher, passend allerdings nicht neu.

Doomsday ist somit in keinster Weise neu und auch die Story befindet sich leider nur auf 08/15 Niveau. So ist uns in kleinen Stücken alles schon einmal serviert worden. Schade, denn der Film hätte sicherlich mehr Potenzial gehabt! Wer Spannung und echtes Endzeitfeeling erwarte, dürfte enttäuscht werden. Allerdings macht das Tempo in der zweiten Filmhälfte, gepaart mit einigen derben Szenen dieses Manko zumindest tlw. wieder wett. Für leichte Unterhaltung sorgt der Film allemal. 

Fazit: „Mad Max“, „28 Days Later“ und „Die Klapperschlagen“ gerührt und leider nicht geschüttelt!  Seelenloser aber noch akzeptabler Neo-Endzeitfilm!

Wertung:

Qualität:
Härte:


Bild:

Hier leistet Concorde saubere Arbeit. Das Bild ist alles andere als endzeitlich. Ein schön scharfes und kontrastreiches Bild. Die Farben sind satt, allerdings bedingt durch die Kunstfilter ziemlich kühl. Hintergrundrauschen ist kaum auszumachen. In dunklen Szenen gehen allerdings einige Details verloren.

Wertung:

Ton:

Die beiden dt. Tonspuren in Dolby Digital und DTS sind einwandfrei abgemischt. Die Dialoge sind kristallklar und verständlich. Der Ton ist allerdings bis auf die Musik sehr frontlastig. In Actionszenen ist dann aber klar ein schöner räumlicher Klang auszumachen. Gerne hätten wir uns in div. Szenen mehr Tiefbass gewünscht.

Wertung:

Extras:

- Audiokommentar (mit Regisseur Neil Marshall, Sean Pertwee, Darren Morfitt, Rick Warden & Les Simpson)
- Featurette: Making Of
- Featurette: Visual Effects
- Featurette: Werkzeuge der Zerstörung
- Deutscher Kinotrailer
- Englischer Kinotrailer

Weitere Programmtips aus dem Programm von Concorde:
- Death Sentence
- Mr. Brooks
- Black Christmas
- 30 Days of Night
- Der unglaubliche Hulk

Wertung:

Gesamtwertung:

Qualitativ einwandfreie aber leider stark gekürzte DVD von Concorde Home Entertainment. Fans müssen sich wohl oder übel auf die ungekürzte Fassung gedulden.

 

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