Manhunt Backwoods Massacre (Limited Edition)


 

Produktion

Norwegen 2008

Regie:

PatrikSyversen

Darsteller:

Kristina Leganger Aaserud, Janne Beate Bønes, Henriette Bruusgaard, Jørn Bjørn Fuller Gee,Gudmund Groven

Trym Hagen, Kristofer Hivju, Jorunn Kjellsby, Jeppe Laursen, Nini Bull Robsahm, Martin Slaatto, Helge Sveen

Laufzeit:

73 Min

Freigabe:

SPIO/JK: keine schwere Jugendgefährdung

Tonformat:

Dt. / norwegisch DD 5.1

Untertitel:

-

Bildformat:

2,35:1 (anamorph / 16:9)

Label:

I-ON New Media

DVD-Erscheinungstermin:

28. November 2008

 

Covertext:

 

Vier Freunde wollen einen gemütlichen Wanderausflug in die Wälder Norwegens unternehmen. Als sie an einer Tankstelle halten müssen, machen sie Bekanntschaft mit allerlei eigenartigen Hinterwäldlern, die sich schon anfänglich sehr aggressiv verhalten. Als die vier eine verzweifelte Frau mitnehmen, ahnen sie nicht, dass die der Anfang vom Ende ist, denn unterwegs müssen sie halten und die Hölle bricht über sie herein. Im tiefen und undurchdringlichen Dickicht beginnt ein unbarmherziger Kampf auf Leben und Tod, der viele Opfer fordern wird... MANHUNT ist ein Bastard. Im wahrsten Sinne des Wortes! Regisseur Patrik Syversen kennt die Elemente des klassischen Terrorkinos a la TEXAS CHAINSAW MASSACRE sehr genau und geht mit MANHUNT bewusst Back-to-the-Roots. Der Film hat einerseits viele Elemente des guten alten Backwood Slashers inne, als da wären viele degenerierte Wilde mit einer Menge Waffen und Fallen auf der Jagd nach Frischfleisch, steht aber andererseits der momentan so populären Torture-Porn-Welle in nichts nach! Mit bösen Schocks und diversen harten Szenen erschuf er einen Horrorthriller, der sich nahtlos in die neuen moderen Horrorfilme wie HIGH TENSION, FRONTIERS oder auch INSIDE einreiht. MANHUNT hält unerbittlich mit der Kamera drauf, solange bis es weh tut! Kein Film für schwache Gemüter.

 

Kritik:

 

Und auch Norwegen leistet seinen Beitrag zur derzeit beliebten Hardcore-Horrorfilmwelle. Da suggeriert uns das Cover schon Parallelen zu den wohl derzeit bekanntesten Schockern wie Frontiers, Inside aber auch High Tension. Ob Syversens Debütfilm ähnlich punkten kann, lest ihr im Laufe des Reviews. Es sei hingestellt ob das Kinopublikum wirklich nach derart gewaltstrotzenden Filmen verlangt. Gewiss ist jedoch der Erfolg von Hostel, Inside oder aber auch Frontiers. Diese Filme siedeln sich alle im Bereich Torture, das Porn lassen wir in dem Fall von Manhunt mal weg, an. Ob einzig und allein genügend Gewalt den Film zum Highlight macht, bleibt anzuzweifeln. Fakt ist, dass es sich bei „Manhunt – Backwoods Massacre“ definitiv mit einen Schlag ins Gesicht handelt. Das erkannten auch die Zensurbehörden und selbst die doch so gnädige SPIO/JK ließ den Film nur mit einem Stempel „schwere Jugendgefährdung“ in die Videothekenregale einziehen. Da dies dem Verleih nicht recht war brachte er eine gekürzte, aber immer noch herbe Fassung, auf den Markt.

 

   

 

 

So bedient sich Regisseur Syversen in seinem Film eindeutig mit den Mittel der puren und detailierten Gewalt um Spannung zu erzeugen. Dabei hätte er dies nicht unbedingt so ausufernd zelebrieren müssen, da durch die gelungene Schnitttechnik, einwandfreie Kamerafahrten und Perspektiven schon eine bedrohliche Atmosphäre offeriert wird. Weniger wäre sicherlich mehr gewesen und hätte dem Film keinen Abbruch getan. Die Idee des guten alten Backwoodslashers wurde zwar neu umgesetzt, sticht aber leider nicht aus der breiten Masse hervor. Eindeutig gefallen hat Syvesen wohl Tobe Hoopers „The Texas Chainsaw Massacre“ sowie John Boormans genialer Survivalschocker „Deliverance“. Dies beweist er mit unzähligen Anspielungen und ähnlichen Szenerien. Kurz und knapp gesagt ist „Manhunt – Backwoods Massacre“ nur ein Film von der Stange wäre da nicht seine persönliche Handschrift. Zwar siedelt er sein Film ins gleiche Jahr wie bereits Tobe Hooper sein „Texas Chainsaw Massacre“ an doch beschreitet er eindeutig neue Wege. Vom guten alten VW-Bus bis hin zur 70er Jahre Klamotte passt alles.

 

 

 
 

 

 

Die gelungen Schnitttechnik, die Ruhe in einzelnen Szenen, die den Gejagten in den Vordergrund stellen wissen zu gefallen. Zwar kann man sich nur mit wenigen Personen des Films identifizieren aber er bringt die verschiedensten Charaktere in seinen Film ein. Der ruhige Student, die Superemanze, der Obermacho und das stille Mäuschen, das sich im Laufe des Films eher in eine Art Kampfratte transformiert. Man fiebert mit, will Darsteller am liebsten gleich vor die Hunde gehen sehn oder empfindet Mitleid und Entsetzen. Hier liegen eindeutig die Stärken von Syvesens Film. Im Hintergrund bleiben allerdings komplett die Täter. Sie kommen und gehen, sterben ohne eine Wort zu verlieren. Hier wissen andere Regisseure längst, dass es meist der Täter ist, der dem Film vielerlei zum Erfolg verhilft. Killer wie z.B. Jigsaw aus dem Saw-Universum oder auch die Mutanten aus Ajas Remake zu „The Hills Have Eyes“, weisen alle samt eine spezielle Eigenart mit Wiedererkennungswert auf. In „Manhunt – Backwoods Massacre“ ist das nicht der Fall.

 

 

Man kann ihm jetzt eine Huldigung an den guten alten Backwoodslasher und Ikonen wie Tobe Hooper oder Wes Craven unterstellen. Aber auch die Profitgier, welche enorm ist bei derartigen Produktionen, nun gut, lassen wir das mal da hingestellt. Der Film ist wie eine gute alte Limonade, bekannt aber erfrischend und das loben wir ihm. Kein neuer Meilenstein, dennoch kräftige und solide Kost mit einem herben Nachgeschmack.

 

Fazit: altbewährte Kost, knochentrocken und knüppelhart! Für Horrorfans ein Fest, für alle anderen eher zäh.

Wertung:

Qualität:

Härte: 

 


 

Bild:

 

Das Bild besticht durch einen guten Kontrast und satten aber eintönigen Farben. Hier ist eindeutig der Kunstfilter Stilmittel und so wirkt das Bild farblich über den gesamten Film gleich. Schwächen des Bildes sind eindeutig in hektischen Szenen auszumachen, dort ist das Bild leicht verwaschen und unscharf. Artefakte sind allerdings kaum auszumachen. Selbst in dunklen Szenen ist noch viel an Details zu erkennen. Für die Produktion kann sich das Bild eindeutig sehen lassen.

Wertung:

 

Ton:

 

Dialoge sind gut zu verstehen und klingen klar. Nachteil ist eindeutig die schlechte Synchronisation welche uns nicht gefallen konnte. Sie wirkt ein wenig kostengünstig tut der Tonqualität aber keinen Abbruch. Anzumerken ist, dass die gesamte Tonspur viel zu frontlastig klingt. Von Surroundeffekten ist wenig zu merken. Schade eigentlich, denn hier hätte man einiges zur Spannung beitragen können. Ebenso wenig kommt der Bass zum Einsatz. Hier hätten wir eindeutig mehr erwartet um das Geschehen im Walde räumlicher darzustellen.

Wertung:

 

Extras:

 

Die Extras könne sich sehen lassen und bieten viel Hintergrundinformationen zum Film, für den Fan bleiben nur wenige Fragen offen.

 

-       Behind the Scenes

 

-       Outtakes

 

-       Teaser

 

-       TV-Spot

 

-       Trailer

 

-       Trailershow

 

Wertung:  

Fazit:

  gelungene Veröffentlichung im schönen und limitierten Steelbook, mit gutem Bild & Ton! Leider gekürzt, wer damit leben kann sollte zugreifen, die anderen sollten auf eine ungekürzte VÖ warten.
 
Gesamtwertung:   
 

Wir danken der Firma I-ON NewMedia für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! 
 

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